St. Galler Leindotteröl – Omega-3-Power

Unser neuestes, elftes Öl stammt aus der Pflanzenfamilie der Brassicaceen.
Das Leindotteröl wird aufgrund seines Namens gelegentlich mit dem Leinöl verwechselt. Bezüglich der botanischen Verwandtschaft steht Leindotter dem Raps aber viel näher. Aufgrund des Geruchs und Geschmacks kann man diese botanische Verwandtschaft leicht erkennen. Wenn es aber um den Gehalt an Omega-3-Fettsäuren geht, dann rücken Lein und Leindotter wieder näher zueinander.

Leindotter ÖlHoher Anteil an Omega-3-Fettsäuren

Die Fettsäuren des Leindotter-Öls bestehen zu einem hohen Anteil aus Omega-3 Fettsäuren bei einem relativ geringen Gehalt an Omega-6 Fettsäuren.
Leindotteröl verfügt über einen Gehalt von mehrfach ungesättigten Fettsäuren von etwa 35%. Es erreicht fast die Omega-3-Fettsäurengehalte des Leinöls und nimmt bei dieser lebenswichtigen Fettsäure knapp hinter dem Leinöl den zweiten Rang ein. Im Vergleich zum Raps ist der Gehalt um das Vierfache höher, und Olivenöl hat gar nur einen Zwanzigstel dieser essentiellen Fettsäure!
Dank der schonenden Kaltpressung bleiben die gelbe Farbe und der hohe Nährwert des Öls erhalten. Der erbsige Geschmack und Geruch des kaltgepressten Leindotteröls ist wesentlich angenehmer als der schnell bitter werdende Geschmack von Leinöl. Wer also das Leinöl vom Geschmack her nicht so gerne mag, sollte unbedingt Leindotteröl probieren. Es kann dann in der kalten Küche analog zu Leinöl verwendet werden.
Eine ganz besondere Fettsäure ist dem Leindotteröl noch eigen – die langkettige Fettsäure Erukasäure. Eine Fettsäure, die nur von der Pflanzenfamilie der Brassicaceen gebildet wird. Mit einem Gehalt von 1.8 % übertrifft sie alle anderen Öle. Diese Fettsäure hat erst kürzlich weltweit Medizin-, Literatur- und Filmgeschichte in «Lorenzos Öl» geschrieben.

Natives Öl

Das kaltgepresste St. Galler Leindotteröl wird aus erlesenen Ostschweizer Leindottersamen gepresst. Es wird während dem Herstellungsprozess nie über 37°C erwärmt, weder filtriert noch mit Hilfsstoffen behandelt. Im Fachjargon spricht man von einem nativen, kaltgepressten Öl. Diese Attribute treffen gleichfalls für alle weiteren zehn St. Galler Öle zu.