Mohnöl
Der Mohn hat in der Ostschweiz Tradition. Im Jahre 1942 bauten noch 158 Landwirte diese Kulturpflanze im Kanton St. Gallen an. Die Mohnanbaufläche war zu dieser Zeit grösser als jene des Rapses. Wegen dem vergleichsmässig geringen Ertrag wurde der Anbau in den 60er Jahren aufgegeben. Anders in Österreich, dort geniesst der Mohnanbau eine lange Tradition und hat auch heute noch eine grössere Bedeutung als in der Schweiz. Dies wirkt sich auch auf die Speisekarte aus. Der Mohnstrudel, Mohn Topfen und der Mohnquark, um nur einige Beispiele zu nennen, sind beliebte Spezialitäten in Österreich. Erst 2006 wurde der Anbau der edlen Pflanzen in St. Gallen wieder aufgenommen. Mohnöl ist aufgrund seines hohen Gehaltes an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ein sehr gesundes Öl. Wegen seines feinen und milden Geschmacks eignet sich Mohnöl hervorragend für alle Rohkost- und Bittersalate. Das Mohnöl schmeckt ebenfalls zu jedem Gemüse und kann kurz vor dem Servieren mit frischen Kräutern untergerührt werden. Neben dem Öl werden die Mohnsamen auch zum Backen, und die Kapseln als Dekoration verwendet.
Degustation
Würziger, fein-aromatischer Geschmack mit dem typischen Geruche eines Mohnfeldes.
Haltbarkeit
Kaltgepresstes Öl kühl und lichtgeschützt aufbewahren. Mohnöl ist über ein Jahr haltbar, bei Lagerung im Kühlschrank verdoppelt sich die Haltbarkeitsdauer.
Inhaltsstoffe
| ungesättigte Fettsäuren: | ca. 90 % |
| gesättigte Fettsäuren: | ca. 10 % |
| Begleitstoffe: | viele sekundäre Pflanzenwirkstoffe: Vitamin E, Vitamin A etc. |
Wussten Sie, dass
- Blühende Mohnfelder riesige Schwärme von Bienen, Hummeln und anderen Insekten anziehen.
- Mohnöl bereits im Mittelalter als Heilmittel genutzt wurde.


